Garmin Fenix 9 Pro im Test

Mein Wechsel von der Fenix 8 zur Fenix 9 Pro

Ehrlich gesagt gab es keinen zwingenden Grund, meine Garmin Fenix 8 in Rente zu schicken. Sie hat mich zuverlässig durch Badminton-Abende, Hyrox-Einheiten, Läufe und den Alltag begleitet. Trotzdem trage ich seit einigen Wochen die neue Fenix 9 Pro am Handgelenk  und zwar nicht allein, sondern im Team mit meinem Whoop. In diesem Artikel erzähle ich, warum ich gewechselt habe, was sich wirklich verändert hat und ob sich das Upgrade lohnt.

Warum überhaupt wechseln? Kurz gesagt: Akku

Mein Hauptmotiv war schnell gefunden: mehr Laufzeit dank Solar. Bei der Fenix 8 habe ich weder die Pro-Generation noch die Solar-Variante gewählt. Mit der Fenix 9 Pro habe ich mich bewusst für die Solar-Variante entschieden. Wichtig zu wissen: Die Solar-Modelle setzen nicht auf AMOLED, sondern auf ein transflektives MIP-Display. Das ist weniger knallig als AMOLED, dafür in praller Sonne hervorragend ablesbar und deutlich sparsamer. Leider habe ich auch gemerkt, das in der nicht so gut beleuchteten Hyrox Halle die Lesbarkeit schwieriger sein kann.


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Akkulaufzeiten laut Garmin (Fenix 9 Pro)

ModellSmartwatch-Modus
Fenix 9 Pro 47 mm AMOLEDbis 18 Tage
Fenix 9 Pro 51 mm AMOLEDbis 31 Tage
Fenix 9 Pro 47 mm Solarbis zu 34 Tage mit Solar
Fenix 9 Pro 51 mm Solarbis zu 57 Tage mit Solar

Die Solarwerte sind allerdings ein Best-Case: Garmin rechnet mit ganztägigem Tragen und drei Stunden pro Tag draußen bei 50.000 Lux. Das ist ein heller Sommertag und im Münsterland im November eher die Ausnahme. Im Urlaub auf Kreta habe ich aber schon gemerkt, das die Zeit in der Sonne den Ladestand gut halten kann. Realistisch betrachtet ist Solar für mich deshalb kein „Nie-wieder-laden“-Feature, sondern ein Puffer, der die Ladeintervalle spürbar strecken kann. Im Sommer draußen auf jeden Fall gut geeignet.

Garmin Fenix 9 Pro im Test

Was ist neu gegenüber der Fenix 8?

Neben Solar bringt die Fenix 9 Pro eine Reihe von Verbesserungen mit:

  • Titangehäuse: Die Fenix 9 Pro ist die erste Fenix mit einem komplett aus Titan gefertigten Gehäuse. Garmin kombiniert Metall und Kunststoff im Nano-Molding-Verfahren. Das spart Dicke und Gewicht. Frühere Modelle nutzten ein faserverstärktes Polymergehäuse mit Metall- bzw. Titanboden.
  • Etwas schlanker: Das 51-mm-Modell (AMOLED) ist rund 17 mm dick, die Fenix 8 Pro 51 mm lag bei 17,7 mm. Die Solar-Varianten tragen bis zu etwa 1 mm mehr auf.
  • Hellere Displays: Das AMOLED der Pro erreicht bis zu 3.000 Nits. Beim 51-mm-Modell wächst der Bildschirm auf 1,5 Zoll – das größte Fenix-Display bisher.
  • Mehr Speicher und schnellere Karten: Der Speicher verdoppelt sich auf 64 GB, die Karten-Engine wurde neu aufgebaut und zeichnet schneller. Dazu kommen dynamische Rundkurs-Planung und NextFork-Wegführung auf Trails.
  • Neue Trainingsmetriken: Erweiterte Stamina-Auswertungen mit Stamina-Zonen und -Kurve, Verbesserungen fürs Rudern und Rucking sowie „Garmin Epic“, mit dem sich Aktivitäten als teilbare Story aufbereiten lassen.
  • Taschenlampe mit Grünlicht: Die integrierte LED hat jetzt einen grünen Modus, der die Nachtsicht schont.
  • inReach & LTE: Bei den inReach-Modellen gibt es SOS, Satellitennachrichten, LTE-Telefonie und LiveTrack

Fenix 9 Pro vs. Fenix 8 im VergleichGarmin Fenix 9 Pro im Test

Fenix 9 Pro und Whoop: Arbeitsteilung am Handgelenk

Spannend finde ich die Kombination mit dem Whoop-Armband, das ich schon länger nutze. Beide Geräte haben für mich klar getrennte Rollen:

  • Whoop ist mein Gerät für Recovery, Schlaf, HRV und Belastung über den Tag. Das Armband ist leicht, hat kein Display, lenkt nicht ab und ist für mich die Instanz, wenn es darum geht, wie erholt ich in die nächste Einheit gehe. Garmin hat mittlerweile auch ein Armband mit den Namen Garmin Cirqa.
  • Die Fenix 9 Pro ist das Sport- und Outdoor-Werkzeug: GPS, Karten, Navigation, Intervalle, Laufdaten, Trainingsstatus und natürlich die Uhr für den Alltag.

Garmin Fenix 9 Pro im Test

Gerade bei meinem Trainingsmix aus Badminton, Hyrox, Laufen und Gym ergänzen sich die beiden Geräte gut. Badminton mit seinen schnellen Richtungswechseln und Hyrox mit den Stationen sind für jedes Wearable eine Herausforderung bei der Herzfrequenzmessung . Hier ist der Vergleich zweier Systeme aufschlussreich. Wobei ich beim Badminton keine Uhr trage. Das verlasse ich mich auf das Whoop Armband. Ablenkung am Handgelenk kann ich während eines Satzes nicht gebrauchen. Wenn ich allerdings jogge oder Hyrox Training mache, schaue ich auf Zeitintervalle oder die Herzfrequenz. Hier ist die Garmin Fenix 9 Pro immer dabei. Das Whoop Armband trage ich immer am rechten Handgelenk oder mit dem Bizepsarmband am Oberarm. Die Garmin Uhr kommt ans linke Handgelenk. Das funktioniert auch ganz gut für mich. Werte wie Herzfrequenz oder die -Variabilität sind bei beiden Geräten ziemlich nah beieinander. Die Uhr trage ich nicht zum Schlafen, daher habe ich die Werte auch nicht miteinander verglichen.

Garmin Fenix 9 Pro im Test

Mein Fazit: Schöner Wechsel – aber kein Muss

Unterm Strich ist der Wechsel von der Fenix 8 zur Fenix 9 Pro für mich ein nettes Upgrade, aber kein notwendiges. Die Fenix 8 hätte mir von den Funktionen her weiterhin völlig gereicht. Die neuen Karten-Features, Stamina-Auswertungen und das Titangehäuse sind schön, ändern meinen Trainingsalltag aber nicht grundlegend.

Garmin Fenix 9 Pro im Test

Der eigentliche Grund war die Displaygröße und mehr Akkulaufzeit dank Solar. Aber die Erwartung an den Solar-Effekt in unseren Breiten solltet ihr realistisch halten.

Garmin Fenix 9 Pro im Test

Meine Empfehlung:

  • Fenix-8-Besitzer ohne Akku-Sorgen: Bleibt entspannt bei eurer Uhr. Funktional fehlt euch im Alltag kaum etwas.
  • Wer mehr Laufzeit will oder viel draußen ist: Die Fenix 9 Pro Solar ist das sinnvollste Upgrade der Serie.
  • Wer noch eine ältere Fenix (z. B. 6 oder 7) trägt: Hier lohnt sich der Sprung deutlich mehr, vom Display über die Karten bis zur Rechenleistung.

Und wer zusätzlich einen Whoop nutzt: Die Kombination funktioniert für mich sehr gut . Whoop ist bei mir für Erholung und Schlaf, die Fenix für Sport, Navigation und Alltag gedacht.

Garmin Fenix 9 Pro im Test

Details gibt es bei Garmin: https://www.garmin.com/de-DE/p/1959921/pn/010-04339-06/

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