Wer sich vornimmt, mehr frische Vitamine in den Alltag zu integrieren, landet schnell beim Thema Entsaften. Doch spätestens bei der Suche nach dem passenden Gerät steht man vor einer echten Glaubensfrage. Soll es ein klassischer Zentrifugal-Entsafter oder moderner Slow Juicer (Kaltpress-Entsafter) werden?
Auf den ersten Blick machen beide Geräte dasselbe: Sie trennen Saft von den Ballaststoffen. Doch schaut man genauer hin, unterscheiden sich die zugrundeliegenden Technologien, die Saftqualität, der Aufwand im Alltag und nicht zuletzt der Preis massiv.
In diesem Artikel erfährst du praxisnah und alltagsorientiert, wie sich die Systeme schlagen und welche Rolle der Dampfentsafter spielt. Und natürlich werfen wir dabei auch einen Blick auf den Preis der Geräte.
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Die technischen Systeme im Vergleich: Wie wird entsaftet?
Um zu verstehen, warum die Säfte so unterschiedlich schmecken und sich verhalten, müssen wir einen Blick unter die Haube werfen.

1. Der Zentrifugal-Entsafter (Die Highspeed-Methode)
Zentrifugen arbeiten mit purer Geschwindigkeit. Im Inneren befindet sich eine schnell rotierende Reibscheibe mit messerscharfen Klingen, die sich mit 10.000 bis 15.000 Umdrehungen pro Minute (U/min) dreht. Obst und Gemüse werden im Bruchteil einer Sekunde zerschreddert. Die entstehende Fliehkraft schleudert den Saft durch ein feines Sieb nach außen, während der Trester (die festen Reste) im Abfallbehälter landet.
Vorteil: Es geht extrem schnell.
Nachteil: Oft hohe Lautstärke und viel Schaum im Saft.
2. Der Slow Juicer (Die Kaltpressung)
Ein Slow Juicer arbeitet genau entgegengesetzt. Statt auf Geschwindigkeit setzt er auf rohe Kraft. Eine schwere Pressschnecke aus hochfestem Material (beim Kuvings AUTO10S aus chirurgischem Ultem-Kunststoff) dreht sich mit gerade einmal ca. 50 bis 60 Umdrehungen pro Minute. Das Obst und Gemüse wird langsam zerquetscht und sanft gegen das Sieb gepresst.
Vorteil: Maximale Schonung der Zutaten, extrem leise.
Nachteil: Durch das langsame Einziehen dauerte die Zubereitung früher oft länger (Vorschneiden war früher Pflicht, doch dazu gleich mehr).

Exkurs: Der Dampfentsafter (Mein Traubensaft-Experiment)
Neben diesen beiden Küchenklassikern gibt es noch eine dritte Methode: das Dampfentsaften. Letztes Jahr hatte ich die Gelegenheit, einen Dampfentsafter ausgiebig zu testen, um frischen Traubensaft herzustellen.
Das Prinzip hierbei ist thermisch: Das Obst liegt in einem Korb über kochendem Wasser. Der heiße Wasserdampf bringt die Pflanzenzellen zum Platzen, woraufhin der Saft nach unten abfließt.
Die Stärke: Perfekt für große Mengen (z.B. Ernteüberschuss aus dem Garten) und eine extrem lange Haltbarkeit. Weil der Saft durch die Hitze pasteurisiert wird, kann man ihn direkt in Flaschen abfüllen und monatelang lagern.
Die Schwäche für Gesundheitsbewusste: Durch die starke Hitzeeinwirkung werden leider fast alle hitzeempfindlichen Vitamine (wie Vitamin C) und lebenswichtigen Enzyme zerstört. Für den täglichen Nährstoff-Kick ist der Dampfentsafter also ungeeignet- Für das Haltbarmachen von Gelees und Säften aus dem eigenen Garten hingegen ein tolles Tool.

Ernährungswissenschaftlicher Exkurs: Warum Kaltpressung die Nase vorn hat
Warum schwören Ernährungsberater und Sportler auf die Kaltpressung? Es liegt an zwei Faktoren: Wärme und Sauerstoff (Oxidation).
Enzyme und Vitamine sind hitzeempfindlich
Die Klingen einer Zentrifuge rotieren so schnell, dass durch die mechanische Reibung Wärme entsteht. Enzyme und viele Vitamine sind jedoch extrem hitzeempfindlich und nehmen bei diesem Prozess Schaden. Bei der Kaltpressung des Slow Juicers bleibt die Temperatur absolut im grünen Bereich.
Das Problem mit der Oxidation
Hast du schon einmal beobachtet, wie ein angeschnittener Apfel an der Luft braun wird? Das ist Oxidation, ausgelöst durch Sauerstoff.
Zentrifuge: Durch die hohe Rotation wird enorm viel Luft unter den Saft gemischt. Der Saft oxidiert bereits im Gerät. Er bildet viel Schaum, verfärbt sich schnell dunkel und verliert zügig an Nährstoffen. Solch ein Saft sollte sofort getrunken werden.
Slow Juicer: Da die Pressschnecke die Zutaten langsam zerdrückt, wird kaum Sauerstoff eingearbeitet. Die Zellstruktur wird schonend aufgebrochen, wodurch der Saft homogen, stabil und farbecht bleibt. Im Kühlschrank gelagert hält sich ein solcher Kaltpress-Saft bis zu 72 Stunden (3 Tage) frisch. Das ist perfekt, um Saft für mehrere Tage vorzubereiten.

Der Praxis-Vergleich im Alltag
Die Theorie ist das eine, aber wie schlagen sich die Geräte morgens um 7:00 Uhr in der Küche?
1. Vorbereitungszeit: Der traditionelle Flaschenhals
Früher war der Zentrifugal-Entsafter im Alltag der klare Sieger, weil er eine große Einfüllöffnung hatte und man die Äpfel ganz hineinwerfen konnte. Beim klassischen Slow Juicer musste man alles in kleine Würfel schneiden, da die Schnecke sonst verstopfte.
Hier hat Kuvings mit dem AUTO10S einen echten Gamechanger geliefert: Er besitzt einen riesigen 3-Liter-Befüllbehälter mit einem integrierten automatischen Messer. Man wirft einfach ganze Äpfel, ungeschälte Birnen und Karotten hinein, schließt den Deckel und schaltet das Gerät ein. Das Messer zerkleinert das Pressgut im Behälter und führt es der Pressschnecke automatisch zu. Damit entfällt das lästige Vorschneiden komplett und die Vorbereitungszeit schrumpft auf das Niveau einer Zentrifuge.
2. Die Reinigung: Handarbeit ist angesagt
Egal welches System: In die Spülmaschine sollten die filigranen Siebe und Dichtungen nicht.
Zentrifuge: Das große, kreisrunde Sieb hat extrem feine Reibeflächen. Hier verfangen sich Fasern oft hartnäckig, und das Schrubben mit der Bürste erfordert Geduld.
Kuvings AUTO10S: Kuvings liefert eine spezielle Rotationsbürste mit, die man einfach über das Sieb stülpt und unter fließendem Wasser dreht. Zudem lässt sich der Trester-Auslass per Gummilasche komplett öffnen, sodass man Faserreste spielend leicht ausspülen kann. Dennoch: Etwa 3 bis 5 Minuten Handarbeit musst du auch hier einplanen.

3. Lautstärke: Der Stresspegel am Morgen
Eine Zentrifuge erzeugt durch die hohe Drehzahl einen recht hohen Lärmpegel. Das weckt vielleicht die ganze Familie. Der Kuvings AUTO10S schnurrt dank seines kraftvollen 200-Watt-Motors angenehm leise vor sich hin. Man kann problemlos entsaften, während die Familie noch schläft.
Die Kosten-Nutzen-Rechnung: Lohnt sich die Investition?
Gute Zentrifugalentsafter gibt es bereits für 50 bis 150 Euro. Ein Premium-Slow-Juicer wie der Kuvings AUTO10S liegt preislich bei ca. 699 Euro (Stand Juli 2026). Lohnt sich das?
Ja, und zwar aus zwei Gründen:
Die Saftausbeute: Slow Juicer pressen das Obst und Gemüse viel effizienter aus. Der Trester ist spürbar trockener. Im direkten Vergleich holt ein Slow Juicer je nach Zutat bis zu 30–40 % mehr Saft aus derselben Menge Obst und Gemüse heraus. Wenn du regelmäßig Säfte trinkst und dabei auf Bio-Zutaten setzt, amortisiert sich der höhere Anschaffungspreis des Slow Juicers allein durch den geringeren Lebensmittelbedarf über die Monate.
Die Haltbarkeit: Da der Zentrifugensaft sofort getrunken werden muss, musst du das Gerät für jedes Glas Saft neu aufbauen, benutzen und reinigen. Den Kaltpress-Saft aus dem AUTO10S machst du einmal in einer größeren Menge und hast für die nächsten drei Tage Ruhe. Die Zeitersparnis im Alltag ist enorm.

Fazit: Welcher Entsafter-Typ bist du?
Es gibt hier aber kein klares „Richtig“ oder „Falsch“, sondern nur das passende System für deine Bedürfnisse:
- Greife zur Zentrifuge, wenn du nur sehr unregelmäßig entsaftest, ein schmales Budget hast, den Saft ohnehin immer sofort trinkst und dir die maximale Nährstoffdichte nicht ganz so wichtig ist.
- Greife zum Dampfentsafter, wenn du einen eigenen Garten hast, kiloweise Obst haltbar machen möchtest und den Saft hauptsächlich für Gelees oder eingekochte Vorräte nutzt.
- Investiere in einen Premium-Slow-Juicer (wie den Kuvings AUTO10S), wenn du täglich oder mehrmals pro Woche frische Säfte trinkst, maximalen Wert auf den Erhalt von Vitaminen und Enzymen legst, Säfte für mehrere Tage vorbereiten willst und ein leises, langlebiges Gerät suchst, das dir dank automatischer Schneidefunktion die Arbeit fast komplett abnimmt.
Ich persönlich habe den Wechsel zum Kuvings AUTO10S keine Sekunde bereut. Die Qualität des Saftes, sowie die enorme Zeitersparnis beim Befüllen, machen ihn im Alltag einfach unschlagbar. Wollt ihr ihn selbst testen, könnt ihr meinen Gutschein benutzen.
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