Whoop beim Badminton im Test

Whoop beim Badminton im Test: Macht der Fitness-Tracker ohne Display auf dem Court Sinn?

Badminton ist eine der schnellsten Sportarten der Welt. Harte Smashes, abrupte Richtungswechsel und ständige Sprints fordern dem Körper alles ab. Doch wie gut kann ein Fitness-Tracker diese explosive Belastung eigentlich messen? Und stört so ein Band nicht beim Schlag?

Ich nutze das Whoop-Band nun schon eine ganze Weile und habe es intensiv beim Badminton getestet. Eine Uhr ist mir beim Badminton zu schwer am Arm. Auch wenn meine 43mm Fenix sicherlich zu den leichteren Uhren gehört, auf dem Platz und während des Spiels möchte ich nicht abgelenkt werden. Ich möchte mich voll und ganz auf das Spiel konzentrieren um vielleicht einen Sieg nach Hause zu tragen. Hier ist mein Praxisbericht darüber, wie sich das displaylose Band auf dem Court schlägt, wie hoch der Strain (die Belastung) wirklich geht und warum es mir als Linkshänder besonders leichtfällt.

Badminton und Whoop im Test


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Tragekomfort: Keine Störung bei Smashes und schnellen Bällen

Die größte Sorge bei Wearables beim Racketsport ist meistens der Tragekomfort. Stört das Band beim Handgelenkeinsatz oder bei harten Smashs?

Badminton und Whoop im Test

Hier kommt mir eine Besonderheit zugute: Ich bin Linkshänder, trage mein Whoop-Band aber am rechten Arm. Dadurch ist mein Schlagarm komplett frei von Sensoren. Aber selbst wenn du das Band am Schlagarm trägst, ist das Whoop so schmal und leicht, dass es im Vergleich zu einer klobigen Smartwatch überhaupt nicht ins Gewicht fällt.

Ich habe während des gesamten Testzeitraums bei schnellen Bewegungen, reflexartigen Abwehrbällen oder präzisen Schnitten am Netz keinerlei Einschränkungen oder Verrutschen festgestellt. Es fühlt sich eher wie ein leichtes Schweißband an. Beim Bizepsband sieht es anders aus. Wenn ich es am Schlagarm trage, muss ich es schon ordentlich festzurren denn durch die schnellen, ruckartigen Bewegungen ist es mir schon das ein oder andere Mal heruntergerutscht. Das ist extrem nervig, wenn das in einer Rally passiert, also einen langen Ballwechsel mit vielen Kontakten.

Badminton und Whoop im Test

Wie hoch ist der Badminton-Strain? Wie Whoop die Intervall-Belastung misst

Wer denkt, Badminton sei nur ein bisschen „Federball“, hat noch nie ein echtes Match gespielt. Es ist eine brutale Intervall-Belastung. Du sprintest zum Netz, machst einen Ausfallschritt, springst zum Smash nach hinten und hast danach vielleicht 10 Sekunden Pause, bevor der nächste Aufschlag kommt.

Wie reagiert Whoop auf diese Herzfrequenz-Achterbahn? Erstaunlich präzise.

Hier sind meine nackten Zahlen aus einem typischen Trainingsabend, der meistens 2 bis 2,5 Stunden dauert. Die Belastung setzt sich bei mir meistens aus 70 % Doppel und 30 % Einzel zusammen:

  • Ein normales, solides Training bringt mir einen Strain-Wert von 12,2 bis 13,1.
  • Wird das Spiel intensiver und der Einzel-Anteil höher, klettert der Strain schnell auf 15,2.
  • Der absolute Peak: Wenn wir erst ein anstrengendes Badminton-Training absolvieren und danach noch ein freies, umkämpftes Spiel dranhängen, peitscht Whoop den Strain-Wert auch mal auf 18,9 hoch. Das ist ein Wert, den manche erst bei einem Halbmarathon erreichen!
  • Die App schlüsselt nach dem Training genau auf, wie lange ich mich in den jeweiligen Herzfrequenzzonen befunden habe. Man sieht schwarz auf weiß, dass Badminton ein exzellentes Herz-Kreislauf-Training ist.

Whoop Strain beim Badminton

Fazit: Lohnt sich Whoop für Badmintonspieler?

Für mich ist Whoop beim Badminton ein echter Gewinn. Es stört nicht am Handgelenk (schon gar nicht als Linkshänder mit Band rechts), erfasst die schnellen Herzfrequenz-Spitzen präzise und zeigt dir genau, wie hart das Training wirklich für deinen Körper war. Der hohe Strain nach einem Trainingsabend erklärt dann auch am nächsten Morgen, warum die Recovery (Erholung) vielleicht mal im gelben oder bei mir zum Glück selten im roten Bereich liegt.

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