NVIDIA-GPUs beschleunigen weitere wissenschaftliche Applikationen

Die in den Bereichen Materialwissenschaft und Molekulardynamik führenden Applikationen LAMMPS, GROMACS, GAMESS und QMCPACK unterstützen ab sofort Multi-GPU-Beschleunigung. Die für Simulationen benötigten Zeiten reduzieren sich damit von Tagen auf Stunden.

Komplexe Simulationen, die bislang Supercomputing-Ressourcen erforderten, können mit der neuen Multi-GPU-Unterstützung jetzt auf Workstations betrieben werden. Wissenschaftliche Arbeitsabläufe werden damit optimiert und Forschungsergebnisse schneller realisierbar.

Wissenschaftler können auf Basis der GPU-Beschleunigung größere Molekularmodelle über einen längeren Zeitraum mit höherer Exaktheit untersuchen. Damit wird es zum Beispiel möglich, die potenzielle Wirksamkeit neuer Medikamente oder Eigenschaften neuer Materialien schneller zu analysieren. Auch die Entwicklungskosten werden dadurch geringer.

Die vier Applikationen LAMMPS, GROMACS, GAMESS und QMCPACK ergänzen eine Reihe von Anwendungen wie AMBER, NAMD und TeraChem, die bereits von vielen Forschern und Wissenschaftlern GPU-beschleunigt genutzt werden.

Verwendet werden die vier Applikationen von Wissenschaftlern zum Beispiel in folgenden Bereichen:

GAMESS ist ein Softwarepaket, das in der Quantenchemie zum Einsatz kommt, etwa bei der Entwicklung neuer Medikamente oder Materialien. Die Software ermöglicht die Berechnung von Elektronenstrukturen und Eigenschaften von Molekülen.

GROMACS ermöglicht die Simulation und Berechnung molekulardynamischer Prozesse. Es kann zur Untersuchung der Proteinfaltung und -fehlfaltung genutzt werden, so beispielsweise bei der Erforschung von Krankheiten wie Alzheimer, Huntington oder einigen Krebsarten.

LAMMPS wird für die Modellierung von Biomolekülen und Polymeren oder auch von Metallen und Halbleitern verwendet.

QMCPACK simuliert die Eigenschaften von Materialien mit hoher Genauigkeit und exzellenter Skalierbarkeit auf Basis der Continuum-Quantum-Monte-Carlo-Methode.