In „Rio“ sorgt NVIDIA für das Sambavergnügen

Im neuen Animationsfilm „Rio“ von Blue Sky Studios erwachen Figuren durch stereoskopisches 3D zum Leben. Erzeugt wurden die Animationen mit den professionellen Quadro-Grafiklösungen von NVIDIA. Der Film spielte am ersten Wochenende 40 Millionen US-Dollar ein.

Der Star in „Rio“ ist ein computergenerierter Ara namens Blu, der in Rio de Janeiro wilde Abenteuer erlebt. Dabei wird er von zahlreichen cleveren Freunden und auch Feinden begleitet. Der Film wurde in stereoskopischem 3D produziert, wobei Blue Sky Studios verschiedene neue Tools einsetzte, die von der Geschwindigkeit und Flexibilität der Quadro-GPUs (Graphics Processing Units) profitierten.

„Während des Besuchs der NVIDIA GPU Technology Conference erfuhr ich, wie andere Produktionsfirmen die Fähigkeiten der Quadro-GPUs von NVIDIA nutzen“, sagt Hugo Ayala, Senior Research Associate bei Blue Sky Studios. „Auf Basis dieses Wissens begannen wir sofort, Parallelberechnungsfunktionen in die Arbeitsabläufe bei Blue Sky zu integrieren.“

„Rio“ wurde in stereoskopischem 3D animiert und produziert. Daher verlangte die Durchsicht von Bildsequenzen erhebliche Rechenleistung. Ayala portierte die „Roll“ genannte, Blue-Sky-eigene Viewing Application auf die GPU. Somit konnten die Grafiker von Blue Sky ihre Sequenzen in 3D betrachten.

Dank der GPU-Optimierung von „Roll“ sparten die Grafiker nicht nur Zeit ein, sondern senkten auch die erforderliche Menge an Speicherplatz: Die Stereopaare – also die beiden Hälften eines 3D-Bildes – mussten zum Betrachten nicht länger bearbeitet werden: Es entfiel die Notwendigkeit, die Auflösung der Stereopaare zu reduzieren, sie zu erzeugen und zu speichern. „Ohne Quadro hätten wir niemals HDR-Bilder in voller Auflösung und in Echtzeit durchsehen können“, so Ayala weiter.

Massenweise tauchen im Laufe des Films computergenerierte Charaktere auf, um Szenen-Hintergründe zu bevölkern und das „Sambadrome“-Stadion zu füllen, wo in einer Szene auch der Karneval von Rio de Janeiro nachgestellt wird. Um diese Massensequenzen zu erzeugen, hat das Team von Blue Sky sechzehn verschiedene Körpertypen erschaffen sowie diverse andere Figuren-Variationen, die dann beliebig kombiniert wurden.

„Dank der Quadro-Unterstützung konnten wir in Sequenzen mit Hunderten oder gar Tausenden von Figuren die Farbe der Kleidung und andere Attribute bestimmen, ohne auf Berechnungen der Farbverteilung warten zu müssen. So konnten wir uns in kürzester Zeit ein Bild davon machen “, erklärt Ayala. „Pro Tag konnten bis zu zwölf Gruppenszenen umsetzen. Früher hätten wir hierfür mehrere Wochen benötigt.“

„NVIDIA fördert durch die jährliche GPU Technology Conference einen gegenseitigen Ideenaustausch innerhalb der professionellen Animations- und Spezialeffekte-Community“, sagt Dominick Spina, Digital Film Technology Manager bei NVIDIA. „Es ist faszinierend zu sehen, wie weit Blue Sky durch die GPU-Integration gekommen ist und wie viel Zeit das Studio durch das Portieren von Tools auf Quadro gespart hat.“

„Rio“ wurde in weniger als zwei Jahren von einem Team fertig gestellt, das zu Spitzenzeiten auf 300 Grafiker anwuchs. Blue Sky wird die GPU-Optimierung bei zukünftigen Filmprojekten noch stärker in die Abläufe einbinden. „Unser Berechnungsprozess baut auf intensivem Ray Tracing auf. Wir sind gespannt, wie wir die Sparse-Voxel-Technologie nutzen und sie auf NVIDIA CUDA portieren können, um sie auf einer dedizierten Renderfarm aus Quadro-GPUs laufen zu lassen“, sagt Ayala.

„Rio“ ist seit April in den Kinos und ist der sechste Kinofilm der Blue Sky Studios. Blue Sky gehört zu Fox Filmed Entertainment und ist bekannt geworden durch die Kurzfilme rund um den aus Ice Age bekannten Charakter Scrat.