PC Gehäuse sind längst nicht mehr nur die cremefarbenen Kisten, wie man sie aus den deutschen Büros kennt. Einfarbige hässliche Dinger, die man am liebsten unter dem Schreibtisch oder hinter einem Vorhang verstecken möchte, müssen heutzutage nicht mehr sein, denn durch die fast unüberschaubare Anzahl an Herstellern bietet der Markt für PC Gehäuse eine Vielfalt, wie es sie sonst nur selten auf dem doch eher funktionell ausgerichteten Computersektor gibt. Insbesondere das seit einigen Jahren in Mode befindliche „Case Modding“, also das Modifizieren des PC Gehäuses, trägt zu diesem Trend bei.
Angefangen bei relativ einfachen Modifikationen wie dem Austauschen der On/Off-Lämpchen gegen leuchtstarke Rot- oder Blautöne über das Sägen eines Seitenfensters bis hin zu leuchtender Flüssigkeit in den Schläuchen der Wasserkühlung bieten aktuelle PC Gehäuse allerlei Möglichkeiten, aus dem langweiligen Brotkasten einen echten Blickfang zu basteln. Viele Hersteller von PC Zubehör, wie Grafikkarten- oder Prozessorkühler, liefern ihre Produkte mittlerweile auf Wunsch auch mit leuchtenden, durchsichtigen Lüftern aus, die dem Gehäuse mit einer entsprechend transparenten Seitenwand ein gespenstisches Antlitz bei Nacht verleihen.
All dies ist natürlich im Endeffekt Spielerei, auf die nicht zwangsläufig jeder Kunde anspringt. Aber es gab gerade in den letzten Jahren durchaus auch Fortschritte auf der praktischen Seite der PC Gehäuse. So liefern etwa viele bekanntere Hersteller ihre PC Gehäuse so aus, dass sie vollständig ohne Schrauben benutzt werden können. Festplattenrahmen werden meist einfach in einen dazugehörigen Slot eingeschoben, Grafikkarten und andere Erweiterungskarten werden per leicht zu handhabenden, sogenannten Thumb-Screws einfach mit den Fingern eingebaut.
Das Netzteil, eines der wärmsten Hardware-Teile im PC, wandert in modernen PC Gehäusen auch oft ganz nach unten auf den Boden des Gehäuses, um die warme Abluft der anderen Komponenten nicht auch noch abzubekommen.
Zu guter Letzt hat sich auch das Material dahingehend geändert, dass es mittlerweile Gehäuse aus Aluminium gibt, die besonders leicht sind und sich dennoch sehr ansprechend verarbeiten lassen – leider zu einem entsprechenden Preis, aber Qualität ist bekanntlich nicht umsonst.
